Energetische Gebäude-Sanierung mit einem WDVS aus Holzfaserdämmplatten, ThermoShield Beschichtung, Kellerdeckendämmung und Sockelleistenheizung
Für das Doppelhaus im Berliner Stadtteil Zehlendorf erfolgte Ende 2007 eine umfassende Analyse durch die DIMaGB Energieberatung. Eine tiefgehende Energieverbrauchsanalyse (EVA) bildete die Grundlage für den Objektbericht mit Empfehlungen. Wohngesundes, richtiges Bauen stand bei der Konzeption stets im Fokus, dazu die Wirt-schaftlichkeit der Maßnahmen.   Im Zeitraum April/Mai 2008 erfolgte eine Objektplanung durch die DIMaGB Bau- planung. Im Ergebnis lagen Ausschreibungsunterlagen in Form eines Leistungs- verzeichnisses mit Baubeschreibung in Wort und Bild vor. Der sehr individuelle und detailreiche Baustil des 1963 errichteten Doppelhauses war eine Heraus- forderung für den Planer, aber auch für die Angebotskalkulation. In einem ersten Abschnitt erfolgte eine Kellerdeckendämmung mit Styroporplatten sowie eine Innenbeschichtung mit ThermoShield, der IR reflektierenden Mikrosili- katfarbe zur Verbesserung des Innenraumklimas. Im Wohn zimmer wurde eine Sockelleistenheizung installiert.     Etwas aufwändiger als erwartet stellte sich die Angebotseinholung dar. Die An- bringung eines Holzfaserdämmplatten WDVS stellt im Berliner Raum ein Novum dar, das viele angefragte Fachunternehmen noch nicht kannten. Dazu kam eine ungewohnte Detailfülle und Genauigkeit der Leistungsbeschreibung.   Auch um die Proportionen des Gebäudes so gut wie möglich beizubehalten, wurde mit einer als optimal anzusehenden Dämmstärke von 10 cm gearbeitet. Am Nordgiebel wurde auf 16 cm verstärkt, was sich in den Fensternischen durch die Aufdoppelung auf 32 cm aufsummierte.     Aufgrund der beachtlichen Toleranzen waren Anpassungen insbesondere in den Fensterleibungen erforderlich. Aufgrund der starken Gliederung des Bau- körpers stellten sich Zuschnitt und Verschnitt stärker als erwartet dar.   Die Herstellung eines Holzfaserdämmplatten WDVS erfolgt nach den einschlä- gigen technischen Regelwerken. Dennoch gehören eine gute Einarbeitung und handwerkliches Vermögen dazu. Sorgfalt ist aufzuwenden für die vollflächige Verklebung, das Dübeln der Platten ist ein Muss.     Nach dem Spachteln und Armieren wurde ein Scheibenputz aufgetragen, den Abschluss bildete die Außenbeschichtung mit ThermoShield Exterieur. So ent- stand eine voll sorptionsfähige Wandkon-struktion mit verbessertem Schall- u. Wärmeschutz, sowohl winterlich als auch sommerlich.     Die Bauherren entschieden sich im Rahmen der Bemusterung für die Kombina- tion eines sonnigen Gelb-Tones mit weiß abgesetzten Gesimsstreifen. Das re- novierte Gebäude mit seiner strahlenden Fassade ist ein Blickfang.     Projektdaten: Doppelhaus, Baujahr 1963, 330 qm Wfl., 2 Etagen, unterkellert, Traufhöhe 6 m, Straßenfront 20,3 m, äußere Abwicklung 75 m, Fassadenfläche brutto 445 qm, Fenster 95 qm, Planung, Ausschreibung, Bauüberwachung: DIMaGB, Realisierung: 2008, Baukosten: angemessen  21.04.2009, © Fotos: DIMaGB siehe auch: Fassadenbeschichtung Siemens-Gebäude Außenbeschichtung Bad Saarow Therme Sanierung eines WDVS (nach 5 Jahren) Wohnblocksanierung in Perleberg ThermoShield im Kindergarten
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